Gewächse und Pflanzen

A Deutsche Namen B Wissenschaftliche Namen
C Beschreibung D Benützung

TAFEL I - XIV

Tafel-1
1 Aloë 2 Anserine 3 Arnika
4 Alant 5 Angelika

TAFEL II - XIV

Tafel-2
1 Augentrost 2 Baldrian 3 Bärwurz
4 Bärentraube 5 Brennessel 6 Benediktenkraut

TAFEL III - XIV

Tafel-3
1 Bibernelle 2 Bitterklee 3 Bockshornklee
4 Brombeere 5 Dornschlehe

TAFEL IV - XIV

Tafel-4
1 Dost 2 Eberwurz 3 Ehrenpreis
4 Eiche 5 Gelber Enzian

TAFEL V - XIV

Tafel-5
1 Farnkraut 2 Frauenflachs 3 Feldquecke
4 Fünffingerkraut

TAFEL VI - XIV

Tafel-6
1 Gauchheil 2 Hauhechel 3 Hauswurz
4 Heidekraut 5 Hirtentäschel

TAFEL VII - XIV

Tafel-7
1 Holunder 2 Hohlzahn 3 Huflattich
4 Johanniskraut

TAFEL VIII - XIV

Tafel-8
1 Kalmus 2 Kamille 3 Knöterich
4 Kornblume 5 Königskerze

TAFEL IX - XIV

Tafel-9
1 Liebstöckel 2 Löwenzahn 3 Lungenkraut
4 Malve 5 Mistel 6 Odermennig

TAFEL X - XIV

Tafel-10
1 Melisse 2 Meerzwiebel 3 Pfefferminze
4 Quendel 5 Rainfarn

TAFEL XI - XIV

Tafel-11
1 Feldrittersporn 2 Salbei 3 Sanikel
4 Schafgarbe 5 Schlüsselblume

TAFEL XII - XIV

Tafel-12
1 Schwarzwurzel 2 Spitzwegerich 3 Stiefmütterchen
4 Steinbrech 5 Taubenkropf 6 Taubnessel

TAFEL XIII - XIV

Tafel-13
1 Tausendgüldenkraut 2 Tormentill 3 Wacholder
4 Waldmeister

TAFEL XIV - XIV

Tafel-14
1 Wermut 2 Zinnkraut 3 Wollblume
4 Wegwarte
B Wissenschaftliche Namen

TAFEL I - XIV

1 Aloë ferox 2 Potentilla anserina 3 Arnica montana
4 Inula holenium 5 Archangelica silvestris

TAFEL II - XIV

1 Euphrasia officinalis 2 Valeriana officinalis 3 Meum athamantieum
4 Arctostaphylos adans. Uva ursi 5 Urtica dioica, urtica urens 6 Cnicus benedictus

TAFEL III - XIV

1 Pimpinella magna 2 Menyanthus 3 Triginella foenum graecum
4 Rubus fructicosus 5 Brunus spinosa

TAFEL IV - XIV

1 Origanum majorana 2 Carlina acaulis 3 Veronica officinalis
4 Quercus pedunculata 5 Gentiana lutea

TAFEL V - XIV

1 Aspidium filix masculin 2 Linaria vulgaris 3 Tritieum repens
4 Potentilla reptans

TAFEL VI - XIV

1 Anagallis arvensis 2 Ononis spinosa 3 Sempervivum tectum
4 Calluna vulgaris 5 Capsella bursa pastoris

TAFEL VII - XIV

1 Sambucus nigra 2 Galeopsis ochroleuca 3 Tussilago farfare
4 Hypericum perforatum

TAFEL VIII - XIV

1 Acorus calamos 2 Madricaria chamomilla 3 Polygonum bistorta
4 Centaurea cyamus 5 Verbascum tapsiforme

TAFEL IX - XIV

1 Levisticum koch officinalis 2 Taraxacum officinalis 3 Pulmonaria officinalis
4 Malva neglecta 5 Viscum album 6 Agrimonia eupatoria et odorata

TAFEL X - XIV

1 Melissa officinalis 2 Mentha piperita 3 Thymus serpyllum
4 Scilla maritima 5 Tanacetum vulgare

TAFEL XI - XIV

1 Delphinium consolida 2 Salvia officinalis 3 Sanicuia europea
4 Achillea millifolium 5 Primula officinalis

TAFEL XII - XIV

1 Symphytum officinalis 2 Plantago lanciolata maior et media 3 Viola odorata
4 Parnassia 5 Silene inflata 6 Lamium album

TAFEL XIII - XIV

1 Erythrea centaureum 2 Potentilla tormentilla 3 Juniperus communis
4 Asperula odorata

TAFEL XIV - XIV

1 Artemisia absinthium 2 Equisetum arvense 3 Verbascum thapsus
4 Cichorium intybus
C Beschreibung

TAFEL I - XIV

Aloë -
(Aloë ferox) gehört zu den Liliengewächsen. Ist in Südafrika
heimisch und wird bei uns in den Treibhäusern gezogen.
Verwendung
Der abgekochte Saft der Blätter bildet die Aloë des Arzneibuches,
die zu den starkwirkenden Abführmitteln gehört und deshalb nur
mit Vorsicht angewandt werden darf.
Äusserlich
Der Saft wird aus den ausgedrückten Blättern auf Brandwunden
zum Schmerz stillen und heilen verwendet.
Anserine Gänserich, Fingerkraut -
(Potentilla anserina). Ein Rosengewächs. Ist an Wegrändern,
Triften, Wiesen und Moorrändern im Mai-August.
Verwendung
Die frischen Blätter als Salat (zubereitet wie Spinat) und die
Blätter abgekocht (auch in Milch) als Tee bei Durchfall
und Darmkatarrh.
Arnika Wohlverleih -
(Arnica montana) ein Kopfblütler, Besondere in
Gebirgs- und Heidegegenden zu finden im Juni-Juli.
Verwendung
Der Wurzelstock (Fallkrautwurz, im März-Mai
zu sammeln) als Tinktur oder Pulver.
Äusserlich
Bei frischen Wunden,
als Zusatz zu Haar- und Hautpflegemitteln. Arnikatinktur gegen
Herzschwäche. (40 Tropfen Tinktur verdünnen mit 1/4 Liter Wasser
oder je nach Zustand 20 Tropfen für eine Tasse Baldriantee),
Alant Galantwurzel, Glockenwurz, Helenenkraut -
(Inula holenium). Ein Kopfblütler. Auf feuchten Wiesen,
in Wäldern. Wird auch als Wildfutter angebaut.
Zu finden im Juli-August.
Verwendung
Die Wurzel wird gegen Husten und Heiserkeit gebraucht,
da sie gekocht (15 gr. auf 1/2 Liter Wasser) und mit Honig
gemischt stark schleimlösend wirkt. Der Alantkampfer, der durch
Isolation gewonnen wird, wird gegen Keuchhusten empfohlen.
Angelika Engelwurz, Brustwurz, Zahnwurzel -
(Archangelica silvestris). Ein Doldengewächs. Blüht auf
feuchten Wiesen und Ufern im Juni-Juli.
Verwendung
Die Wurzel (es soll nur die 2 jährige verwendet
werden. Sammelzeit für die Wurzel Winter-Frühjahr) als magen-
stärkendes Mittel wie Baldrian. Der Ausguß aus dem Kraut zu
Bädern als stärkendes Mittel.

TAFEL II - XIV

Augentrost -
(Euphrasia officinalis). Gehört zu den Braunwurzgewächsen.
Zu finden auf Wiesen. Blütezeit im Juni-Oktober.
Verwendung
Der Tee aus den blühenden Pflanzen dient als
Heilwasser bei Augenentzündung und stärkt die Sehkraft.
Baldrian Echter Katzen B. -
(Valeriana officinalis). Gehört zu den Baldrian gewächsen.
ln lichten Wäldern, an Ufern und Wiesen zu finden. Blütezeit
im Juli-September.
Verwendung
Der Tee aus dem feingeschnittenen Wurzelstock (5gr. auf 1/4
Liter Wasser) wirkt als krampfstillendes, nervenstärkendes,
wurmtreibendes Mittel. Baldriantee gegen Kopfschmerzen
und Blutandrang im Kopf. Baldrian-Öl einreiben bei Muskelkrampf.
Bärwurz Muttern -
(Meum athamanticum). Ein Doldengewächs, Auf Bergwiesen
(aber nicht in den Bagerischen Alpen) zu finden. Blüht im Mai-Juni.
Verwendung
Der Tee aus der Wurzel (Mutterwurz) als magenstärkendes
Mittel und gegen Fieber.
Bärentraube Immergrüne B. -
(Arctostaphylos adans. Uva ursi). Ein Heidegewächs.
Zu finden in sandigen, trockenen Nadelwäldern, Heiden
und Flussauen. Blütezeit im April-Mai.
Verwendung
Die Blätter bringen als Tee Linderung bei Blasenleiden
und Leiden der Harnwege.
Brennessel GroBe B., Kleine B. -
(Urtica dioica, urtica urens). Ein Nesselgewächs. Wächst
in Wäldern, Gebüschen und Hecken. Blütezeit im Juni-September.
Verwendung
Aus den Blättern oder Wurzeln wird Tee oder auch Saft
bereitet, der gut ist zur Blutreinigung und Blutbildung,
also gegen Blutarmut und Bleichsucht, aber auch für
Hautkrankheiten und Hämorrhoiden.
Benediktenkraut Benedikte -
(Cnicus benedictus). Ein Kopfblütler.
Wird hie und da angebaut, Blütezeit Juni-August.
Verwendung
Als Teeaufguss bringt es Linderung bei Magen-
beschwerden. Grosse Dosen verursachen Erbrechen.

TAFEL III - XIV

Bibernelle Grosse B. -
(Pimpinella magna). Ein Doldengewächs. Zu finden
auf Wiesen, in trockenen Wäldern im Juni-September.
Verwendung
Tee aus den Wurzeln, regt den Gallenfluss, die Lebertätigkeit
und die Verdauung an. Tinktur aus den Wurzelstöcken
wird gegen Heiserkeit verwendet und als stärkender Zusatz zu
Mundewasser und Zahnpasten.
Bitterklee Fieberklee -
(Menyanthus). Ein Enziangewächs. Zu finden
in Sümpfen, Gräben und an Teichrändern im Mai-Juni.
Verwendung
Die Blätter im Aufguss und als Extrakt sind ein
magenstärkendes Mittel.
Bockshornklee -
(Triginella foenum graecum). Gehört zu den Hülsen-
früchtlern. Stammt aus Südeuropa und wird in (Erfurt) angebaut.
Verwendung
Die Samen (als Pulver zermahlen) werden äuBer-
lich wie Leinsamen als breilge Auflage zum Erweichen benützt.
Brombeere -
(Rubus fructicosus). Ein Rosengewächs. Hat ihren Stand-
ort auf Ackerländern und in Gebüschen. Fruchtzeit Juni.
Verwendung
Tee aus den Blättern als Frühstücks-Tee, aber
auch zum Gurgeln bei Halsentzündung. Der Wurzeltee wirkt gegen
Stuhlstörung und harntreibend. Die Beeren sind verdauungsfördernd
und stärkend bei Magenschwächen, unreif oder getrocknet stillen
sie Durchfall und wirken wurmabtreibend.
Dornschlehe Schwarzdorn -
(Brunus spinosa). Ein Rosengewächs.
Wächst auf sonnigen Hügeln. Fruchtreif im September-Oktober,
Verwendung
Tee aus den Blättern wirkt blutstärkend. Getrocknete
junge Sprosse im Aufguss gegen Magenkrämpfe. Tee aus
getrockneten Beeren gegen innere Blutungen und Durchfall, und
Blüten im Aufguß äußerlich gegen Hautausschläge.

TAFEL IV - XIV

Dost Majoran -
(Origanum majorana). Ein Lippenblütter. Wird in Gärten
als Gewürzpflanze angebaut. Blüht im Juni-September.
Verwendung
Als Speisegewürz und als Zusatz zu Bädern und
Gurgelwasser.
Eberwurz Stengellose Pfahlwurzel, Wetterdistel -
(Carlina acaulis). Ein Kopfblüter. Ist auf steinigen
Hügeln und Lichtungen in Kieferwäldern
zu finden. Blütezeit im Mai-Juni.
Verwendung
Tee aus der Wurzel als harntreibendes Mittel.
Ehrenpreis Männertreu -
(Veronica officinalis). Gehört zu den Braunwurz-
gewächsen. Findet sich in trockenen Wäldern und auf Triften im
Juni-August
Verwendung
Tee aus frischen Blättern und Saft aus diesen
gegen Erkrankung der Atmungsorgane, aber auch bei Magenschmer-
zen und Verdauungsstörungen.
Eiche -
(Quercus pedunculata). Ein Buchengewächs. Steht einzeln in
Laub- und Nadelwäldern.
Verwendung
Tee aus den Blättern zum Mundspülen stillt den
Zahnschmerz. Junge Rinde abgekocht ergibt einen heilkräftigen als Absud.
Die Früchte als Kaffee gegen Magen- und Darmschwäche.
Äusserlich
Wir bei geschwollenen Drüsen, bei erfrorenen
Händen und Füssen angewandt.
Gelber Enzian -
(Gentiana lutea). Ein Enziangewächs. Gebirgspflanze.
Blütezeit im Juli-August.
Verwendung
Tee und Tinktur aus der Wurzel regen den Blutkreislauf
an und haben belebende Wirkung nach Anstrengungen.
Enzianbranntwein!

TAFEL V - XIV

Farnkraut -
(Aspidium filix-masculin). Gehört zu den Tüpfelfarnen. In
Laubwäldern zu finden.
Verwendung
Der Wurzelstock (als Pulver oder als Extrakt)
dient als Mittel gegen Würmer und Bandwurm. Da die Droge aber
Stoffe enthält, die leicht Muskel und Nerven lähmen, ja sogar er-
blindend wirken können, so soll Asp. nur auf ärztliche Verordnung
durch die Apotheke verwendet werden.
Frauenflachs -
(Linaria vulgaris). Ein Braunwurzgewächs. Zu finden
an Wegrändern, Hügeln, Steinbrüchen. Blütezeit im Juni-Oktober.
Verwendung
Herba linaria officinalis ist heute in der Heilkunde nicht
mehr gebräuchlich.
Feldquecke kriechender Weizen -
(Tritieum repens). Ein Gras. Wächst
auf Äckern, Wegrändern usw. im Juni-August.
Verwendung
Tee aus dem Wurzelstock gegen Bronchialkatarrh
und Verdauungsstörungen. Als Extrakt aus dem Wurzelstock zu
Zuckerersatz verwendet.
Fünffingerkraut -
(Potentilla reptans). Ein Rosengewächs.
Auf der Weide im Juni
Verwendung
Als Zusatz zu Zahntinktur.

TAFEL VI - XIV

Gauchhell Roter G. -
(Anagallis arvensis). Ein Primelgewächs. Wächst
auf Ackern und Gartenland im Juni-Oktober.
Verwendung
Die ganze Pflanze in Wein gekocht gibt Linderung
bei Gelbsucht, Nieren- und Steinleiden. Der Aufguß dient zum
Gurgeln. Vorsicht! Giftig! Enthält Saponin.
Hauhechel -
(Ononis spinosa). Ein Hülsenfrüchtler. Wächst an Rainen
und Wegrändern im Juni-September.
Verwendung
Tee aus Wurzeln als harntreibendes und blutreinigendes Mittel.
Hauswurz Dach-H. -
(Sempervivum tectum). Ein Dickblattgewächs.
Wächst in Felsen, am Rhein, Mosel, Nahe und Ahrtal. Juni-August.
Verwendung
Tee aus den Blättern gegen Magenbeschwerden
und Erbrechen. Der Saft aus den Blättern ist gut bei Mundfäule.
Heidekraut -
(Calluna vulgaris). Ein Heidegewächs. In Wäldern, Heide,
Hoch- und Zwischenmooren im August-Oktober.
Verwendung
Der Absud aus dem Kraut als harntreibendes Mittel.
Hirtentäschel Säckelkraut, Gänsekresse -
(Capsella bursa pastoris). Kreuzblütler auf Äckern, Wegen,
Schutt vom März-Oktober.
Verwendung
Tee aus dem blühenden Kraut, im Aufguss bei Nasenbluten.

TAFEL VII - XIV

Holunder -
(Sambucus nigra). Ein Geissblattgewächs. Krautartige
Stauden, in Wäldern und Gebüschen. Blütezeit im Juni-Juli.
Verwendung
Tee aus den Blüten (Fliedertee) als schweisstreibendes,
blutreinigendes Mittel und äusserlich zum Erweichen.
Hohlzahn Daun -
(Galeopsis ochroleuca). Ein Lippenblütler, Wächst auf sandigen
Äckern, besonders im westlichen Deutschland. Juli-Oktober,
Verwendung
Tee aus der Pflanze bei Schwäche des Darmkanals,
bei Husten und chronischom Katarrh.
Huflattich allgemeiner H. -
(Tussilago farfare). Ein Kopfblütler. Zu finden an lehmigen
Wegen und Ackerrändern. Blütezeit im März-April.
Verwendung
Saft aus den Blättern (im Juli gesammelt) als schleimlösendes
Mittel.
Johanniskraut Tüpfel-Hartheu -
(Hypericum perforatum). Ein Hartheugewächs. Zu finden auf
Wiesen, Rainen, Hügeln im Juli-September.
Verwendung
Tinktur aus den Blättern und Blüten zum heilen von Wunden.

TAFEL VIII - XIV

Kalmus Echter K. -
(Acorus calamos). Ein Arongewächs. In Teichen, Flüssen,
Sümpfen und Gräben zu finden im Juni-Juli.
Verwendung
Die Wurzeln äusserlich im Aufguss oder als Tinktur zu kräftigenden
Bädern; als Tee ein gutes magenstärkendes Mittel. Wird auch
in Zucker eingedickt (kandierter Kalmus). Als Zusatz zur
Mundwasser und Zahnpulvern.
Kamille -
(Madricaria chamomilla). Ein Kopfblütler. An Äckern und
Wegrändern im Mai-August.
Verwendung
Der Tee aus Blättern und Blüten als schweiss treibendes und
krampfstillendes Mittel. Auch als Einlauf.
Äusserlich
Zu erweichenden Umschlägen.
Knöterich Wiesen-K., Natter-K., Drachenwurz, Blutkraut -
(Polygonum bistorta). Gehört zu den Knöterichgewächsen.
Auf Triften und Äckern zu finden im Juni-September.
Verwendung
Der aus frischen Blättern gepresste Saft ist ein reinigendes und
heilungförderndes Mittel für Wunden. Tee aus getrockneten
Blättern bei Erkältungserscheinungen.
Kornblume -
(Centaurea cyamus). Ein Kopfblütler. Wächst unter der
Saat im Juli-Herbst.
Verwendung
Die Blüten heute nur noch als Zusatz zu Räucherpulvern.
Königskerze grossblumiges Wollkraut -
(Verbascum tapsiforme) Ein Braunwurzgewächs. Aus Sand
und Wegrändern im Juli-September.
Verwendung
Tee aus Blüten als schleimlösendes Mittel und
als Zusatz zu Brusttee.

TAFEL IX - XIV

Liebstöckel Garten-L. -
(Levisticum Koch officinalis). Ein Doldengewächs.
In Dorfgärten angepflanzt und verwildert im Juli-August.
Verwendung
Absud aus der gekochten Wurzel als harntreibendes Mittel.
Löwenzahn Gemeine Butterblume, Kuhblume -
(Taraxacum officinalis). Ein Kopfblütler. Auf Wiesen und
Wegrändern im April-Mai. Einzeln auch später.
Verwendung
Die Wurzeln abgekocht als ein, die Esslust anregendes,
abführendes Mittel. Die Blätter frisch als Gemüse oder
Salat (mit siedendem Kochsalzwasser abbrühen). Tee aus den
Blättern und Wurzeln bringt Linderung bei Nieren- und Gallen-
beschwerden.
Lungenkraut -
(Pulmonaria officinalis). Ein Boretschgewächs/Boraginaceae.
In schattigen Laubwäldern und Gebüschen zu finden im März-April.
Verwendung
Junge Blätter frisch als Salat. Tee aus den Blättern gegen Husten
und Erkrankung der Atmungsorgane.
Malve -
(Malva neglecta). Ein Malvengewächs. An Wegrändern, Schutt
und Mauern im Juli-Oktober.
Verwendung
Die Blüten im Aufguss als schleimlösendes Mittel und zu
Gurgelwasser. Blätter und Blüten im Aufguß zu erweichen-
den Umschlägen.
Mistel -
(Viscum album). Ein Mistelgewächs. Lebt schmarotzend auf
verschiedenen Bäumen im März-April.
Verwendung
In Milch gekochte junge Blätter wirken bei Kindern wurmabtreibend.
Der in den Stengeln enthaltene Stoff "Velledol" findet als Droge
Verwendung gegen Störungen der Menstruation und Aderverkalkung.
Odermennig Acker-M. -
(Agrimonia eupatoria et odorata). Ein Rosengewächs. In Laubwäldern,
an Wegrändern, Blütezeit im Juni-August.
Verwendung
Tee aus den Blättern gegen Rheumatismus und bei Verdauungsstörungen.

TAFEL X - XIV

Melisse Zitronen-M. -
(Melissa officinalis). Ein Lippenblütler. Wird in Gärten
gepflanzt. Blütezeit im Juli-August.
Verwendung
Die Blätter als Tee stärken das Nervensgstem. Auserdem
Schweisstreibend und magenstärkend. Dient zur Herstellung
des Karmelitergeistes.
Pfefferminze -
(Mentha piperita). Ein Lippenblütler. An Gräben und
Gartenzäunen zu finden; wird auch angebaut, im Juli-August.
Verwendung
Tee aus den Blättern gegen nervöse Magenverstimmung.
Äusserlich
Enthält ätherische Öle, aus welchen das Menthol gewonnen wird,
das ein Mittel gegen Schnupfen und Migräne ist. Einreiben mit dem
aus der Pflanze gewonnenen Öl gegen Neuralgie, Rheumatismus, Gicht.
Quendel Feldkümmel, Feldthymian -
(Thymus serpyllum). Ein Lippenblütler.
Wächst in Wäldern und auf sonnigen
Hügeln im Juli-September.
Verwendung
Tee aus der ganzen Pflanze bei Erkältungskrankheiten.
Äusserlich
Zu Bädern und würzigen Kräuterkissen.
Meerzwiebel Zille -
(Scilla maritima). Ein Liliengewächs. Auf schwerem
Waldboden zu finden im März-April.
Verwendung
Die getrocknete Zwiebel als Brechmittel bei Kindern;
ferner als harntreibendes Mittel, Wirkt sehr stark, deshalb in
grösseren Mengen Giftig!. Vorsicht!
Rainfarn -
(Tanacetum vulgare). Ein Kopfblütler. An Wegen, Strassen,
Rainen im Juli-September
Verwendung
Tee aus den Blättern und Blüten als Mittel gegen Eingeweide - Würmer
in geringen Mengen, als grössere Mengen Giftig!

TAFEL XI - XIV

Feldrittersporn -
(Delphinium consolida). Ein Hahnenfussgewächs. Auf
Äckern im Mai-September.
Verwendung
Tee aus Blüten gegen Husten und als schweisstreibendes
Mittel.
Salbei -
(Salvia officinalis). Ein Lippenblütler. Wird in Gärten angepflanzt.
Auch teilweise verwildert. Zu finden im Juni-Juli.
Verwendung
Die Blätter im Aufguss gegen Nachtschweiss und gegen Husten.
Sanikel Wund-S., Saunickel -
(Sanicuia europea). Ein Doldengewächs.
In schattigen Gebirgsnadelwäldern. Blüht im Mai-Juni.
Verwendung
Die Blätter als Tee gegen Erkrankung der Luftwege, als
harntreibendes Mittel.
Äusserlich
Bei Quetschungen und Geschwüren.
Schafgarbe -
(Achillea millifolium). Ein Kopfblütler. Wächst auf Wiesen
und Wegrändern im Juni-November.
Verwendung
Junge frische Blätter als Gemüse. Tee aus den Blättern wirkt
blutreinigend und gegen Erkrankung der Atmungsorgane.
Äusserlich
Für Umschläge bei Wunden und aufgesprungenen Händen.
Schlüsselblume echte Primula -
(Primula officinalis). Ein Primelgewächs,
auf trockenen Wiesen und Waldrändern im April-Mai.
Verwendung
Tee aus Blüten gegen Gicht, Gliederreissen; wirkt lösend und
schweisstreibend. Junge Blätter als Salat und Gemüse.

TAFEL XII - XIV

Schwarzwurzel -
(Symphytum officinalis). Ein Borretschgewächs. Auf
feuchten Wiesen, Gräben, Ufern im Mai-Juni.
Verwendung
Wurzel als schleimiges, hustenlinderndes Mittel, gegen Durchfall,
auch als Pulver mit Honig eingenommen. Gemüse!
Äusserlich
Zum Heilen von Wunden.
Spitzwegerich -
(Plantago lanciolata maior et media). Ein Wegerichgewächs.
Auf Wiesen, Triften und Wegrändern im Mai-September.
Verwendung
Tee aus dem Kraut (auf 1/4 Liter Wasser 3 Teelöffel).
Appetit anregend und gut für die Nieren.
Äusserlich
Frisch auf kleine Wunden.
Stiefmütterchen Freisamkraut -
(Viola odorata). Ein Veilchengewächs. In Gebüschen,
Hecken, an Waldrändern im Màrz-April.
Verwendung
Tee aus Blättern, Blüten und Wurzeln ist ein vor-
zügliches Blutreinigungsmittel, besonders
bei kleinen Kindern für Hautausschläge.
Äusserlich
Saft der frischen Pflanze auf Wunden.
Steinbrech -
(Parnassia). Ein Steinbrechgewächs. Auf moorigen
Wiesen, Blüht im Mai-August.
Verwendung
Tee aus den Blättern bei Erkrankungen der Atmungs-
organe und Heiserkeit.
Taubenkropf Aufgeblasenes Leimkraut -
(Silene inflata). Ein Nelkengewächs. Wächst auf trockenen
Hügeln, Wiesen, Rainen und blüht August-Juni.
Verwendung
Hat Heute nur noch Bedeutung als Futter-und Bienenpflanze.
Taubnessel Weisser T. -
(Lamium album). Ein Lippenblütler. Auf
Schutt, Hecken, und an Zäunen im April-Oktober.
Verwendung
Tee aus Blüten als blutstillendes Mittel und zur
Blutreinigung.

TAFEL XIII - XIV

Tausendgüldenkraut Echtes T. -
(Erythrea centaureum). Ein Enziangewächs. Ist auf
Wiesen und in Gebüschen vom Juli-September.
Verwendung
Tee aus Blüten und Blättern als magenstärkendes
Mittel und gegen Sodbrennen.
Tormentill Blutwurz, Blutruhrwurzsl -
(Potentilla tormentilla). Ein Rosengewächs. Kommt
auf Waldwiesen, Flachmooren, auch in der
Bergregion vor, im Juli-August.
Verwendung
Tee aus der Wurzel gegen Durchfall. Wird auch
als Zusatz zu Zahntinkturen verwendet.
Wacholder Kranewitt, Kaddig -
(Juniperus communis). Gehört zu den
Kieferngewächsen. In Nadelwäldern und Heiden im April-Mai.
Verwendung
Die getrockneten Beeren wirken appetitanregend, verdauungsfôrdernd
und harntreibend. Die Dämpfe des aus den Beeren hergestellten
Wacholderöles sind gut zum einatmen bei Erkältungen der Atmungsorgane.
Waldmeister -
(Asperula odorata). Gehört zu den Rötegewächsen. In
schattigen Misch- und Laubwäldern im Mai-Juni.
Verwendung
Aus don Blättern wird ein aromatischer Tee gewonnen,
der gut gegen Nervenschmerzen und Migräne wirkt.

TAFEL XIV - XIV

Wermut -
(Artemisia absinthium). Ein Kopfblütler. Wächst in Ge-
büschen, Felsen, Ufern, Haff im Juli-September.
Verwendung
Das Kraut (im Hochsommer während der Blütezeit zu sammeln)
ergibt als Tee ein kräftiges, magenstärkendes Mittel und hilft bei
Wurmleiden.
Zinnkraut Schachtelhalm -
(Equisetum arvense). Gehört zu den Schachtelhalmen. Ist auf
sandigen, schattigen Abhängen und Waldwiesen im Mai-August.
Verwendung
Das Kraut (im März-April gesammelt) ergibt abgekocht als
Tee ein gutes Mittel zum reinigen des Magens.
Äußerlich
Wird als blutstillendes Mittel angewandt.
Wollblume Marienkerze -
(Verbascum thapsus). Ein Braunwurzgewächs. Auf Sand oder
Lehmboden, Mauern und Felsen im Juli-September.
Verwendung
Tee aus den Blüten gegen Heiserkeit. Die Blüten
im Aufguß zum Gurgeln.
Wegwarte -
(Cichorium intybus). Ein Kopfblütler. Findet sich auf Lehmboden,
an Wegrändern und Rainen, auch angebaut im Juli-August
Verwendung
Tee aus der ganzen Pflanze als Abführmittel, gut zur Blutreinigung
und für die Galle.
Äußerlich
Die Wurzel dient vor allem als Kaffee-Ersatz.
D Benützung
1 Sammeln der Pflanzen
2 Verwendung
3 Zubereitung des Kräutertees
4 Zubereitung des Wurzeltees
5 Tinkturen
Sammeln der Pflanzen
Die Pflanzen sollen nur an trockenon Tagen gesammelt werden. Kennt man
nicht genau, so ist es besser, bei der nächtsen Apotheke, Drogerie oder
Gärtner zu fragen.
Verwendung
Zum Teil im frischen zustand als Salat odor Gemüse, oder auch äußerlich
zum Auflegen (jeweils angegeben).
Als Saft
Wird aus den frischen Pflanzen ausgepresst.
Als Tee
Oder im Aufguss: Hierzu werden die Kräuter getrocknet (nicht dürren).
Die getrockneten Kräuter verschlossen aufbewahren.
Wurzeln
Vor dem Trocknen sauber abwaschen und abbürsten. In Stücke schneiden.
Zubereitung des Kräutertees
Für 1 Tasse ca. 1 gr. des getrockneten Krautes (Blätter oder Blüten, oder ganze Pflanzen,
je nach Angabe, von sehr bitteren Tees, nur 1 gr.). Die getrockneten Kräuter werden
mit kochendem Wasser übergossen und 15 Minuten stehen gelassen. Dann abgiessen.
Oder: Kräuter mit kaltem Wasser ansetzen, 1/2 Tag stehen lassen, zum Kochen bringen
und nach 10 Minuten abgiessen.
Zubereitung des Wurzeltees
Die zerriebenen Wurzeln werden vorher ausgelaugt, 25 Minuten kochen und abschütten.
Tee ohne Zucker hat bessere Wirkung. Bittere Tees sollen mit Honig versüsst werden.
Anwendung: Täglich 2 Tassen. Eine morgens nüchtern, eine abends 2 Stunden vor
dem Schlafengehen.
Tinkturen
3 Teile abgekochtes Wasser werden mit 7 Teilen Kornbranntwein in eine Flasche über
die getrockneten Kräuter oder zerriebenen Wurzeln (Flasche ca. gut 1/3 füllen)
geschûttet. Fest verschliessen und in der Sonne (oder am warmen Ofen) destillieren.
Nach drei Wochen wird die Flüssigkeit abfiltriert - sie ist die gebrauchsfertige
Tinktur.
Zum Einreiben nimmt man die unverdünnte Tinktur, zum Einnehmen wird sie mit
1:1 Teilen Wasser verdünnt. Dann können von der Tinktur 2 Likörgläschen pro
Tag genommon werden.
Alle Heilkräuter sind auch käuflich zu erwerben. Apotheken, Drogerien,
Reformhäuser, Kneipphäuser.
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© ARENAS octobre 2020